Magrat

Schlaganfall – Plötzlich ist alles anders

Schlaganfall – Plötzlich ist alles anders.
Genau zwei Wochen ist es nun her, beinahe auf die Minute.

Was mit verwechselten Wochentagen, vergessenen Nudeln und verschüttetem Kaffee begann,
endete plötzlich in einem Schlaganfall.

Lappalien, oder? Passiert doch jedem Mal. Verschüttet nicht jeder mal etwas?

Keine klassischen Symptome. Keine bekannten Risikofaktoren. Nichts.
Und doch war irgendetwas. Etwas stimmte nicht.

Und auf einmal stehe ich da, mit zitternden Händen, den Notarzt rufend.
Für meinen Schatz. Für meinen liebsten Menschen auf der Welt.
Weil er nun am Boden liegt.

Warten. Hoffen.
So viel Angst.

Zwei Wochen ist das nun her.

Fest steht: Wir hatten Glück. Ganz viel Glück.

Aber die Angst bleibt. Die Bilder bleiben. Tauchen immer wieder in meinem Kopf auf.
(Dazu die Fragen. Hätte ich das nicht wissen müssen… hätte ich nicht eher… hätte ich…?)

Innerhalb eines Augenblicks steht unser Leben auf dem Kopf.
Dinge müssen getan, Anrufe erledigt, Formalitäten geklärt, Einkäufe erledigt werden.
Alles Dinge, für die mir in den letzten Jahren meist die Kraft fehlte. Weil nicht genug Energie da war, dazu Angst, Panikattacken, Depressionen. Nun muß ich sie alle gleichzeitig machen. Bin im Krisenmodus, im Funktionsmodus.
An jeder Struktur, an jeder Routine halte ich mich fest, um nicht den Halt zu verlieren.

Du bist nicht da. Aber ich weiß dich gut aufgehoben. Auf der Stroke Unit. Auf der Neuro.

Dankbar bin ich. Dafür, daß der Rettungsdienst so schnell hier war. Daß wir eine Stroke Unit beinahe vor der Nase haben. Daß alle einen unfaßbar guten Job machen in der Klinik.

Schlaganfall ist ein Arschloch.

Paßt auf euch auf.

Infos und Hilfe:

www.schlaganfall-hilfe.de
www.schlaganfall-ring.de
schlaganfallbegleitung.de

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